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Falkenstein
ein Weinbauort mit großer Tradition |
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In einem breiten Talschluss, umgeben
von bewaldeten Hügeln, unweit der tschechischen Grenze, liegt der
Weinbauort Falkenstein.
Steile Kalkklippen, Weingärten und
Obstbäume prägen das Bild dieser alten Kulturlandschaft. Hoch über
dem Ort thront eine mächtige Burgruine.
Im Zuge jahrhundertelanger
Weinbautradition entstand eine der schönsten Kellergassen des
Landes, die heute das Herzstück Falkensteins darstellt.
Auf einer Rebfläche von 185 ha werden
rund 900.000 l Wein pro Jahr gekeltert. |
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Gerichtsbarkeit |
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Die juristische
Oberinstanz für alle „Weinbergsachen und den daraus fließenden
Erträgnissen“ – das war die historisch bedeutende Rolle des
Falkensteiner Berggerichts zwischen dem 13. und dem 18. Jahrhundert,
zuständig für den gesamten Raum zwischen Wien und Brünn. Jedes Jahr
am St. Markustag hatten sich alle Weinbergbesitzer zum Bergtaiding
zu versammeln. |
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Nach Verlesung des Bergbüchls wurden
Streit- und Appelationsfragen verhandelt, aber auch Lesetermine und
Qualitätskontrollen bestimmt. Schließlich wurde der neue Richter –
der Bergmeister – gewählt, der mit einem Schwur auf Wahrheit und
Gerechtigkeit sein Amt antrat. Ihm zur Seite gestellt waren vier
Bergleute, mit denen gemeinsam er das Bergamt repräsentierte.
„Item, so ruegt man, das der
Bergmaister mag Vier erfordern, zwen des Rats und zwen aus der
Gemain, die Bergknossen sindt, das sy zu dem Lesen das Birg nach
notdurften Beschauen, und dem Zehentner vor 14 tagen das Lesen
ansagen. Gäbe aber Got ain genedig wetter, Also, das man vor lesen
solt, das mugen Sy dem Zehentner auch ansagen.“
(Auszug aus dem
Bergtaidingbüchl aus dem Jahr 1309) |
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In fünf Jahrhunderten Gerichtsbarkeit
sammelte sich in Falkenstein ein Schatz an Erfah-
rungen und Traditionen an, auf die sich das heutige „Falkensteiner
Berggericht“ beruft. |
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Der typische Falkensteiner |
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Die Gegend rund um Falkenstein bietet
beste kleinklimatische und geologische Voraussetzungen für den Anbau
hochqualitativer Weine. Bewaldete Hügel halten kalte Winde ab,
steile Kalkklippen und heiße Talkessel sorgen für die optimale
Ausreifung der Trauben. Die Böden sind locker und warm und zeichnen
sich durch einen hohen Kalkanteil aus. Große Temperaturunterschiede
im Herbst verleihen den Weinen ein gutes Säurerückgrat. Fruchtbetont
mit elegantem Körper, spritzig und gehaltvoll, so präsentiert sich
der typische Falkensteiner.
Gepflanzt werden traditionellerweise hauptsächlich Weißweinsorten,
aber auch Rotweine wie Zweigelt und Blauburger finden hier ideale
Wachstumsbedingungen. |
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